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Nachrichten über Atlético Madrid aus allen Quellen, in Echtzeit: die Geschichten des Tages, Spiele, Tabelle und Spielplan, die offiziellen Inhalte des Vereins und seine Geschichte, von elf spanischen Meisterschaften und zehn Pokalsiegen bis zu drei Europa-League-Triumphen der Colchoneros.

Der Club Atlético de Madrid, im deutschen Sprachraum bekannt als Atlético Madrid, ist ein am 26. April 1903, als Athletic Club (Sucursal de Madrid), gegründeter Sportverein aus der spanischen Hauptstadt Madrid, der insbesondere durch seine Fußballabteilung bekannt wurde.

Die erste Fußballmannschaft der Herren, die ihre Heimspiele bis September 2017 im Estadio Vicente Calderón austrug und seitdem im Estadio Metropolitano spielt, spielt zurzeit in der Primera División, der höchsten spanischen Spielklasse.

Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß, so dass Spieler und Fans in Spanien als Los Rojiblancos bekannt sind. Zudem spielt die Mannschaft bei Heimspielen in rot-weiß-gestreiften Shirts und dunkelblauen Shorts. Der Klub trägt unter anderem den Spitznamen Los Colchoneros, was übersetzt so viel wie „Matratzenmacher“ bedeutet. Dieser Spitzname entstand, weil die damals meistverkaufte Matratze Spaniens rot-weiß gestreift war und die Vereinsfarben abbildete.

Wie die meisten spanischen Erstligavereine ist Atlético Madrid eine „Sport-AG“ (Sociedad Anónima Deportiva – S.A.D.). Im November 2025 verkaufte die Atlético HoldCo S.A. von Miguel Ángel Gil Marín und Enrique Cerezo einen Großteil ihrer Anteile an den US-Fonds Apollo Sports Capital, der seit Abschluss der Transaktion im März 2026 mit rund 55 % Mehrheitsaktionär des Klubs ist. Weitere Anteilseigner sind unter anderem Ares Management und Quantum Pacific Capital des israelischen Unternehmers Idan Ofer; Quantum Pacific blieb dabei zweitgrößter Anteilseigner. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. März 2026 im Estadio Metropolitano wurde eine neue Satzung beschlossen, der Einstieg von Apollo Sports Capital als Mehrheitsaktionär bestätigt sowie eine Kapitalerhöhung von bis zu 100 Millionen Euro zur Finanzierung der Profimannschaften und des Infrastrukturprojekts „Ciudad del Deporte“ gebilligt. Enrique Cerezo bleibt Präsident, Miguel Ángel Gil fungiert als CEO; dem neu zusammengesetzten Verwaltungsrat gehören unter anderem Antoine Bonnier, Robert Givone, Tristram Leach, Jim Miller, Sam Porter, Amit Singh, Javier Valle, Antonio Vázquez‑Guillén und der frühere Spieler David Villa an.

Die jährlichen Einnahmen belaufen sich auf 424 Millionen Euro.

Größter Rivale der Rojiblancos ist Real Madrid und das zwischen beiden Vereinen ausgetragene Derby wird als Derbi madrileño bezeichnet.

1903–1909: Gründung und Spaltung „Club Atlético de Madrid“ von „Athletic Club (Athletic de Bilbao)“

Enrique Allende, first President of the club after its establishment in 1903Foto: Fotógrafo anónimo · Public domain

Atlético de Madrid (in Deutschland als „Atlético Madrid“ oder als „Athletic Madrid“ bekannt) ist ursprünglich 1903 aus dem Verein Athletic de Bilbao (offizieller Name „Athletic Club“) hervorgegangen. Anfangs waren die jungen Madrilenen gut mit den Spielern aus Bilbao befreundet und bildeten zusammen eine Mannschaft, die gleichfalls aus Leuten von Bilbao und aus Madrid bestand. Obgleich es noch keinen offiziellen Wettbewerb gab, wurde die kombinierte Mannschaft Meister ihrer Region und galt in der Öffentlichkeit als starke Mannschaft.

Am 8. April 1903 spielten die Akteure aus Bilbao ein Spiel im Copa del Rey, ohne einen Madrilenen zu berücksichtigen. Sie gewannen den Pokal und waren ihrerseits damit auch die beste Mannschaft Spaniens. Die Menschen und Spieler aus Madrid waren sehr erbost, dass sie nicht berücksichtigt worden waren und machten sich auf, einen eigenen Verein zu gründen. Am 26. April 1903 kam es zur Spaltung und der Gründung des neuen Vereins „Athletic Club de Madrid“. Die Mitgliedergebühr betrug damals zunächst zweieinhalb Peseten. Zugleich verständigte man sich mit dem Athletic Club aus Bilbao darauf, dass die beiden Vereine vorerst nicht konkurrieren sollten.

Der erste Vorstand bestand aus Enrique Allende (Präsident), Juan Zabala (Vizepräsident), Eduardo Acha (Sekretär), Enrique Goiri (Schatzmeister) und Javier Pena (Vizesekretär). Das Outfit der Mannschaft war ein zweifarbiges Trikot in blau und weiß, das in der Mitte vertikal voneinander getrennt war, während die Mannschaft aus Bilbao seinerzeit ein komplett schwarzes oder blaues Shirt trug.

Das erste Spiel bestritt der Athletic Club de Madrid am 2. Mai 1903 hinter den „Schlammwänden“ des „El Retiro“, in der Nähe von Vallecas (der Stadtteil, in dem heute Rayo Vallecano zuhause ist). Den Platz musste das Team mit anderen Mannschaften aus Madrid teilen.

1904 standen sich zum ersten Mal der „Club Atlético de Madrid“ und „Athletic de Bilbao“ in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Ein Ergebnis wurde nicht ermittelt, da Madrid noch immer als ein Teil des Athletic Club de Bilbao angesehen wurde. Am 28. Februar 1905 bestritt man zwei Spiele gegeneinander: zuerst die jeweiligen Reservemannschaften, dann die ersten Mannschaften. Das Ergebnis lautete jeweils 1:1. Madrids damaliger ersten Mannschaft gehörten folgende Spieler an: Valls; Bisbal, Berrahondo; Normand, Lizarraga, Yarza II; Parages, Bisbal II, Plats, Revuelta und Yarza.

Am 2. Dezember 1903 gab es sogar drei Spiele gegeneinander, die wie folgt endeten:

Athletic – Madrid: 1:0

Madrid – Athletic: 2:0

Athletic – Madrid: 5:0

Als wichtiges Datum gilt der 20. Februar 1907, da an diesem Tag der Club Atlético de Madrid als völlig unabhängig vom Athletic Club de Bilbao angesehen wurde. Der spanische Verband bestätigte diesen Vorgang offiziell. Der gesamte Vorstand wurde ausgetauscht und bestand fortan aus Ricardo de la Gronda (Präsident), Ramón de Arencibia (Vizepräsident), Abdon de Alaiza (Sekretärin), Pío García Novoa (Vizesekretärin), Tomas Murga (Schatzmeister), Hermenegildo García (Buchhalter). Der Status der Unabhängigkeit von Bilbao bedeutete, dass die Vereine untereinander kein gutes Verhältnis mehr zu pflegen hatten und jeder seinen eigenen Weg gehen konnte.

Text und Bilder aus Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0 · 15.10.2026 · Der Artikel auf Wikipedia