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Nachrichten über Real Betis Sevilla aus allen Quellen, in Echtzeit: die Geschichten des Tages, Spiele, Tabelle und Spielplan, die offiziellen Inhalte des Vereins und seine Geschichte, vom spanischen Meistertitel 1935 bis zu drei Siegen in der Copa del Rey im Estadio Benito Villamarín.

Real Betis Balompié, kurz Real Betis oder einfach nur Betis ist ein Fußballverein aus der südspanischen Stadt Sevilla, dessen erste Mannschaft in der Primera División spielt. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß.

Im deutschen Sprachraum ist der Verein allgemein bekannt als Betis Sevilla.

Die grün-weißen Klubfarben von Real Betis Balompié sind an die Provinzfarben der Region Andalusien angelehnt. Die Fans und Spieler von Betis nennt man „béticos“. Im Vereinswappen von Betis findet man zwei große „B“-Buchstaben – diese stehen für Betis Balompié. Der Begriff Balompié ist mit fútbol, also Fußball, im Spanischen gleichzusetzen. Über den zwei „B“ thront eine Krone im Emblem, die den letzten Zusatz im Vereinsnamen (Real = königlich) erklärt.

Geschichte bis 2009

Der Verein wurde 1907 von Studenten der technischen Schule als Sevilla Balompié gegründet. 1914 fusionierte dieser Klub mit dem Real Betis FC, der als Abspaltung aus dem FC Sevilla hervorgegangen war. Der Name Betis verweist auf den durch die Stadt Sevilla fließenden Guadalquivir, der in der Römerzeit Baetis und bis ins Mittelalter Betis genannt wurde.

Als Erzrivale von Real Betis gilt der FC Sevilla; ihr direktes Aufeinandertreffen wird als Derbi sevillano bezeichnet.

Während der Zweiten Spanischen Republik (1931–1939) wurde den Klubs verboten, royale Namen zu tragen, und so trug der Verein bis nach dem Spanischen Bürgerkrieg den Namen Betis Balompié, bis er zu seinem alten Namen zurückkehrte. Am 21. Juni 1931 erreichte der Verein zum ersten Mal das Finale der Copa del Presidente de la República, das er in Madrid mit 1:3 gegen Athletic Bilbao verlor. Im Jahr seines 25-jährigen Bestehens belegte Betis 1932 den ersten Platz in der Segunda División, zwei Punkte vor Real Oviedo, und wurde damit der erste andalusische Verein, der in der höchsten Spielklasse spielte.

Am 28. April 1935 gewann Betis unter der Leitung des irischen Trainers Patrick O’Connell mit nur einem Punkt Vorsprung auf den FC Madrid die spanische Meisterschaft, den bis heute einzigen Meistertitel in der höchsten Spielklasse. Ein Jahr später belegte Betis jedoch nur noch den siebten Platz. Grund dafür war die Auflösung der Meistermannschaft aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage des Vereins und des beginnenden Bürgerkriegs. Während des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 fand kein offizieller Ligabetrieb statt, bis er in der Saison 1939/40 wieder aufgenommen wurde, in der Betis abstieg.

Trotz einer kurzen Rückkehr in die erste Liga, die nur eine Saison dauerte, ging es mit dem Verein weiter bergab und 1947 wurde mit dem Abstieg in die Tercera División der Tiefpunkt erreicht. 1954 gelang unter der Führung von Präsident Manuel Ruiz Rodríguez wieder der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse. 1955 trat Rodríguez von der Leitung des Vereins zurück und wurde durch den bekanntesten Präsidenten von Betis, Benito Villamarín, ersetzt. Während seiner Amtszeit kehrte Betis 1958/59 in die erste Liga zurück und belegte 1964 den dritten Platz. Sein Kauf des Estadio Heliópolis im Jahr 1961 gilt als ein Schlüsselmoment in der Geschichte des Vereins – das Stadion wurde nach ihm als Estadio Benito Villamarín benannt. 1965 trat Villamarín nach zehn Jahren an der Spitze des Vereins von seinem Amt zurück.

Nur ein Jahr nach Villamaríns Weggang stieg der Verein wieder in die zweite Liga ab und verbrachte mehrere Saisons als Fahrstuhlmannschaft, bevor sich der Verein in den 1970er Jahren fest in La Liga etablieren konnte. Am 25. Juni 1977 spielte Betis im Vicente-Calderón-Stadion im Finale der Copa del Rey gegen Athletic Bilbao. Das Spiel endete 2:2, wobei Betis mit 8:7 nach sage und schreibe 21 Elfmetern gewann und damit seinen ersten Copa del Rey-Titel überhaupt errang. Dies war der krönende Abschluss einer soliden Saison, in der der Verein den fünften Platz in der Liga belegte. Nach diesem Triumph nahm Betis am Europapokal der Pokalsieger 1977/78 teil, wo man nach einem 3:2-Sieg gegen den AC Mailand im Viertelfinale an Dynamo Moskau scheiterte. In der Liga belegte man dagegen einen Abstiegsplatz.

Im darauffolgenden Jahr kehrte Betis in die erste Liga zurück und läutete damit eine „gute Zeit“ für den Verein ein. In den folgenden drei Spielzeiten belegte man dreimal den sechsten Platz und qualifizierte sich 1982 und 1984 für den UEFA-Pokal. Nach drei weiteren Spielzeiten in der zweiten Liga unter der Leitung von Llorenç Serra Ferrer kehrte Betis in der Saison 1994/95 in die höchste Spielklasse zurück, wo es den dritten Platz belegte und sich damit für den UEFA-Pokal qualifizierte, wo man in der folgenden Spielzeit in der dritten Runde am späteren Finalisten Girondins Bordeaux scheiterte. 1998 sorgte Betis europaweit für Aufmerksamkeit, als man den Brasilianer Denílson für eine Summe von 31,5 Millionen Euro verpflichtete, damals die höchste Ablöse, die jemals im Fußball gezahlt worden war. Die Verpflichtung erwies sich jedoch als sportliches und finanzielles Desaster für den Klub und 1999/2000 stieg der Verein trotz des teuren Neuzugangs ab, wobei jedoch umgehend der Wiederaufstieg gelang.

2004 kehrte Trainer Serra Ferrer zurück, der die Mannschaft auf den vierten Platz in der Primera División führte. Am 11. Juni 2005 konnte 2:1-Sieg in der Verlängerung gegen CA Osasuna zum zweiten Mal die Copa del Rey gewonnen werden. Durch die Ligaplatzierung nahm Betis 2005/06 als erstes andalusisches Team an der UEFA Champions League teil und erreichte die Gruppenphase, nachdem man in der letzten Qualifikationsrunde die AS Monaco mit 3:2 besiegt hatte. Trotz eines 1:0-Heimsiegs gegen den FC Chelsea belegte der Klub in der Gruppe G den dritten Platz hinter Chelsea und dem FC Liverpool und wurde in den UEFA-Pokal „degradiert“, wo er im Achtelfinale gegen den rumänischen Klub Steaua București ausschied. Im Vergleich zur vorangegangenen Saison verlief die Ligasaison enttäuschend, denn der Klub beendete die Saison auf Platz 14, nur drei Punkte von der Abstiegszone entfernt.

Nachdem Betis in der Saison 2005/06 bis zum vorletzten Spieltag im Abstiegskampf steckte und der Präsident Manuel Ruiz de Lopera sich ständig den Anfeindungen der eigenen Fans gegenübersah, kündigte er seinen Rücktritt zum 30. Juni 2006 an. „Don Manuel“ wurde von den Fans, obwohl er den Verein 1992 vor dem Ruin bewahrte, nicht akzeptiert. Die Fans warfen ihm eine Reihe von Kritikpunkten vor. Ihnen missfiel seine „Alleinherrschaft“ und seine despotische Art. Vor allem die Tatsache, dass er nach der schlechten Saison 2005/06 den bei den Fans beliebten Trainer Llorenç Serra Ferrer entließ, brachte die Fans gegen Ruiz de Lopera auf. Serra Ferrer war der erfolgreichste Betis-Trainer der Geschichte. Zudem hatte man trotz der Verletzungen zahlreicher wichtiger Spieler in der Champions League (Dritter in der Vorrunde) und im UEFA-Cup (im Achtelfinale gescheitert) gespielt. Ein weiteres Problem war, dass der Präsident, der seinerzeit Denílson für ca. 31,5 Mio. Euro kaufte, in den letzten Spielzeiten auf günstige Transfers setzte, die den Anforderungen von Betis nicht gerecht wurden. Ab diesem Zeitpunkt ist eine deutliche Wende in der Clubpolitik festzustellen, obwohl etwa 55 Millionen Euro Schulden noch nicht abbezahlt werden konnten. Im Jahre 2011 war Betis Sevilla mit der Zahlung von 22 Millionen Euro an Spielergehältern im Verzug. Bereits ein Jahr zuvor meldete der Verein Konkurs an. Zeitungsberichten zufolge hatte Betis im Jahre 2012 noch zusätzlich Steuerschulden in Höhe von 34 Millionen Euro.

Text und Bilder aus Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0 · 17.10.2026 · Der Artikel auf Wikipedia