Nachrichten über Borussia Mönchengladbach aus allen Quellen, in Echtzeit: die Geschichten des Tages, Spiele, Tabelle und Spielplan, die offiziellen Inhalte des Vereins und seine Geschichte, von fünf deutschen Meistertiteln in den 1970er Jahren bis zu zwei UEFA-Pokalsiegen der Fohlenelf.
Borussia Mönchengladbach (Vereinsname laut Satzung: Borussia Verein für Leibesübungen 1900 e. ) ist ein in Mönchengladbach am Niederrhein beheimateter Sportverein.
Der Verein mit den Klubfarben Schwarz, Weiß und Grün hat 111.250 Mitglieder und ist der zehntgrößte Sportverein in Deutschland sowie weltweit auf Rang 17. Der Verein zählt mit bundesweit mehr als 1200 Fanklubs (Stand: 16. Mai 2026) zu den beliebtesten Fußballklubs Deutschlands. Der VfL unterhält neben der Herrenfußball-Abteilung, die sich in einen Profi- und Amateurkader und mehrere Jugendmannschaften unterteilt, eine Frauenfußballmannschaft, eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Die erste Mannschaft der Fußballer stieg 1965 in die Bundesliga auf und errang bis heute insgesamt fünf nationale Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei UEFA-Pokalsiege. In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der Verein den fünften Platz. Die temporeiche und offensive Spielweise, mit der die Mannschaft in den 1970er Jahren die Bundesliga mit vorwiegend jungen Spielern dominierte, brachte der Mannschaft den Spitznamen „Fohlenelf“ ein.
Die Profifußballabteilung des Vereins wird von der Kapitalgesellschaft Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH betrieben, die sich komplett im Besitz des Vereins befindet.
Gründerjahre und frühe Vereinsgeschichte bis 1933
Als Wegbereiter des Vereins Borussia Mönchengladbach gilt eine Gruppe von Spielern, die nach ihrem Austritt aus dem Sportverein „Germania“ am 17. November 1899 in der Gaststätte Anton Schmitz in der Alsstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken eine Spielgemeinschaft mit dem Namen „FC Borussia“ gründeten. Borussia ist der lateinische Name Preußens, zu dem Mönchengladbach seit 1815 gehörte.
Diese Spielgemeinschaft trat zu Beginn des Jahres 1900 in die katholische Marianische Jünglings-Congregation im Stadtteil Eicken ein, die bereits über einen Fußballplatz verfügte. Am 1. August 1900 gründet die Spielgemeinschaft den Fußballklub Borussia 1900. Nach ersten sportlichen Erfolgen gegen Nachbarvereine beantragte der Verein die Aufnahme in den 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Spielverband. Dies führte zu internen Unstimmigkeiten und im Mai 1903 beschloss der Verein den Schritt in die Selbstständigkeit und den Austritt aus der Congregation. Am 23. März 1910 registrierte das Amtsgericht Mönchengladbach, das zu dieser Zeit offiziell München Gladbach oder kurz M.gladbach hieß, die Borussia als Nummer 30 im Vereinsregister unter dem Namen Borussia 1900 M.gladbach.
Der Westdeutsche Spiel-Verband, wie der Rheinisch-Westfälische Spielverband nach einer Umbenennung seit 1907 hieß, wies Borussia der dritten Klasse des 2. Verbandsbezirks zu. Der Mannschaft mit Hermann Ditgens, dem Vater des späteren Borussen-Spielers Heinz Ditgens, gelang im Jahr 1909 der Aufstieg in die A-Klasse, der zum damaligen Zeitpunkt höchsten Spielklasse. Da der Westdeutsche Spiel-Verband in diesem Jahr die Verbandsliga als oberste Klasse einführte, blieb die Borussia in der A-Klasse und damit zweitklassig. In der Spielzeit 1911/12 gewann Borussia die Meisterschaft in der A-Klasse (Rheinischer Südkreis, Gruppe Nord), stieg in die Verbandsliga und damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die oberste Klasse auf. Mit einem Sieg gegen den Essener SpV99 in der Kreismeisterschaft schaffte die Mannschaft den Einzug in die Endrunde der westdeutschen Meisterschaft. Das Endspiel verlor die Mannschaft gegen den Verbandsligameister Kölner BC 01, aus dem später der 1. FC Köln hervorging. Die Endrundenteilnahme steigerte die Bekanntheit des Vereins.
Im März 1914 erwarb der Verein die Sportanlage De Kull, eine ausgebaute Kiesgrube, auf deren Gelände das spätere Bökelbergstadion entstand. Da die vereinseigenen Mittel nicht ausreichten, finanzierte der Verein den Kauf durch die Ausgabe von Anteilscheinen. In die Phase des Stadionausbaus fiel der Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Verein hielt trotz widriger Umstände den Spielbetrieb bis 1916 aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Vereinsmitglieder einberufen. Schon Ende des Jahres 1917 nahm der Verein den Spielbetrieb wieder auf. Nach dem Krieg setzte der Verein den Ausbau des Stadions fort. Es entstand durch die Mithilfe der Vereinsmitglieder ein modernes Stadion mit Einzäunung, Kassenhäuschen und Drainage. Der Verein eröffnete am 20. September 1919 die Spielstätte unter dem Namen Westdeutsches Stadion.
Im gleichen Jahr fusionierte der Verein 1919 kurzzeitig mit dem Turnverein Germania 1889 zum VfTuR 1889 M.Gladbach. Mit der westdeutschen Meisterschaft 1920 erlebte der fusionierte Verein seinen ersten großen Erfolg. Wieder standen Borussia und der Kölner BC im Endspiel, diesmal siegte die Borussia in der Verlängerung durch ein Elfmetertor des Mittelstürmers Paul Pohl mit 3:1.
Durch den Sieg in der westdeutschen Meisterschaft nahm der VfTuR an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1920 teil. Durch eine 0:7-Niederlage gegen die SpVgg Fürth schied die Mannschaft im Viertelfinale aus.
Als nächsten sportlichen Erfolg feierte die Borussia die Rheinbezirksmeisterschaft 1929 mit einem 1:0-Sieg über den amtierenden westdeutschen Meister SVg Köln-Sülz 07. In der westdeutschen Meisterschaft unterlag die Mannschaft jedoch dem FC Schalke 04 um den damaligen Star Ernst Kuzorra.